Knochenhaueramtshaus Hildesheim - das "schönste Holzhaus der Welt"
Produktinformationen "Knochenhaueramtshaus Hildesheim - das "schönste Holzhaus der Welt""
Knochenhauer-Amtshaus
Bogenanzahl: 2,5
Schwierigkeitsgrad: 2
Maßstab: 1:160
Modellbahn-Maßstab: N
L 16 cm
B 16 cm
H 17 cm
Zum Verkleben eignet sich wunderbar der weiße Bastelleim "Art Attack", den Du bei den Klebern findest.
Zunächst fällt der merkwürdige Name dieses Gebäudes auf. Knochenhaueramt
nannte sich die Fleischergilde im 16. Jahrhundert. Das
Knochenhaueramtshaus ist das Gildehaus der Fleischer. Es war
ursprünglich eins von drei Häusern der Fleischergilde in Hildesheim.
Dabei sollte das Ansehen der Fleischer durch die Höhe des Giebels
dokumentiert werden.
Mit 26 m Höhe sollte er sogar den Amtssitz der
Stadtväter überragen. Auch die reich gestalteten Fassaden dienten dem
Repräsentationsbedürfnis der Fleischer.
So kam es zu diesem
einzigartigen Bau, der als das schönste Holzhaus der Welt gilt. Es steht
am Marktplatz von Hildesheim und wurde im Jahr 1529 gebaut - eine
künstlerische Meisterleistung der Spätgotik. Im Zweiten Weltkrieg am 22.
März 1945 zerstört, wurde es erst ab 1986 wieder aufgebaut. Um den
Originalzustand zu erreichen, verwendete man teilweise die alten
Materialien, die im weiten Umkreis beim Abbruch entsprechender Häuser
gesammelt wurden.
Auch handwerklich wurde im traditionellen Stil
gearbeitet: 400 Kubikmeter Eichenholz wurden in über 4.300 Verbindungen
mit ca. 7.500 Holznägeln zusammengefügt.
Grundlage für die
Rekonstruktion waren Fotos die glücklicherweise vorhanden waren. Sie
konnten mit Hilfe der Fotogrammetrie als Planungsunterlagen verwendet
werden. Auch gab es noch Unterlagen und Ansichten aus verschiedenen
Zeiten.
Besondere Schwierigkeiten machte die Statik des Giebels.
Denn sein ganzes Gewicht lastet auf den Auskragungen, die insgesamt bis
zu 2,40 m vorspringen. Hier war traditionelle Technik nur schwer mit den
statischen Vorgaben von heute zu vereinbaren.
Beim Dach konnte man
auf 150 Jahre alte Ziegel zurückgreifen. Die Pfannen waren von Hand
gemacht und waren daher verschieden groß.
Auch die Schnitzereien an
der Fassade konnte man nach alten Vorlagen rekonstruieren. Daß es zur
Zeit des Baus derb zuging, ist hier deutlich zu erkennen. Am rechten
Portalpfosten ist ein nackter Hintern zu sehen, auf den auch noch eine
Hand zeigt. Zusammen mit einem Gesicht, nur wenig tiefer, das dem
Betrachter die Zunge herausstreckt, kann man sich ein
Götz-von-Berlichingen-Zitat zusammenreimen.
(Quelle: Schreiber Bogen)
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